10 Tage standen uns zur Verfügung um diese Traumlandschaft im Osten Südtirols zu erkunden. Inmitten des Naturparks „Drei Zinnen“ lag unsere „Edelunterkunft“, das **** Hotel am Kreuzbergpass, hier vom Basislager aus starten wir jede Morgen unsere Wanderexkursionen.


Der erste Tag (26.08.19) diente zur Orientierung im Hochpustertal. Wir wanderten auf einem landschaftlich reizvollen Rundweg von Moos entlang des Rio Sesto nach Sexten, wo wir die interessante Pfarrkirche Petrus und Paulus besichtigten. Die Pfarrkirche beindruckt mit dem kunsthistorisch wertvollen Grabstein „Totentanz“ gestaltet vom Südtiroler Künstler Rudolf Stolz. Der gepflegte Friedhof, wo nicht nur die Grabstätten großer Sextner Bergsteiger zu finden sind, wie z.B. von Sepp Innerkofler, sondern auch Holz – und Sandsteinskulpturen bekannter Südtiroler Künstler. Unser Weg führte uns nun auf dem „Sextener Rundweg“ weiter durch wunderbar anzuschauende Lärchenwiesen vorbei an der Festung Heideck ins romantische Fischleintal. Eingerahmt zur rechten Hand von der Dreischusterspitze mit 3145 m Höhe und zur linken Hand von der Rotwand mit 2939 m Höhe und vor uns am Ende des „Val Fiscalina“ der etwas niedrigere Einselkofel mit 2638 m Höhe, wanderten wir staunend unserem Ziel, der Talschlusshütte entgegen. Bei Kaiserschmarn und Schlutzkrapfen und einem sauberen Bier und Wein genossen wir bei traumhaften Wetter den Augenblick.
Erikas Truppe bewanderte ebenfalls das „Val Fiscalina“ von der Fischleintalbodenhütte bis zu Talschusshütte und zurück.
Der zweite Tag (27.08.19) führte uns zu einem Almenparadies an der Sprach – und Provinzgrenze Bozen/Belluno. Auf einer wunderschönen Rundtour über die Almen Coltrondo und Rinfreddo am Südwesthang des Col Quaterna erreichten wir die Nemesalm in der wir natürlich einkehrten. Bei einer Südtiroler Brettljause und einem frisch gezapften Bier bei traumhafter Sicht auf die „Sextener Bergwelt“ blieb kein Wunsch mehr offen.

Erikas Truppe fuhr mit der DreiZinnenbahn auf den „Stiergarten“ und steuerte die Klammbachalm an. Der weitere Weg führte ins Tal nach Sexten.

Am dritten Tag (28.08.19) wanderten wir über den Karnische Kamm von der Bergstation auf dem Hausberg Sextens, dem Helm, über die Silianer Hütte und über´s Hornischegg zur Klammbachhütte.
Der karnische Kamm ist ein Fernwanderweg auf dem auch die Grenze zu Osttirol verläuft. Auf dem Weg zur Klammbachhütte wurden wir von einigen Murmeltieren „ausgepfiffen“. So nach dem Motto „was haben die hier in meinem Revier zu suchen“. Nicht nur Murmeltiere auch Dohlen, Pferde, Kühe kreuzten unseren Weg und wir mussten uns „anständig“ aufführen um unbeschadet deren Wege zu kreuzen. Auch in der Klammbachhütte genossen wir die einheimischen Leckereien und kosteten auch den zünftigen Enziantropfen.
Erika Damenmannschaft wanderte auf dem sog. Besinnungsweg über die Jägerhütte ins Tal nach Sexten. Eine Einkehr in der idyllisch gelegenen Hütte durfte nicht fehlen. Abstieg 1000 Hm.

Am 4. Tag, dem freien Tag 29.08.19, bot Lothar eine Exkursion zum Sextner Dolomiten Freilichtmuseum an. Hier stand die Information zum Gebirgskrieg von 1915 – 1917 im Vordergrund. Auf der Wanderung, angeführt von der Direktorin des Vereins Bellum Aquilarum – Onlus, erfuhren wir aus kompetenten Munde auf der Anderter Alpe viel geschichtlich Interessantes über Leben und Sterben im Gebirgskrieg in den Sextner Dolomiten.
Erika besuchte mit ihrer Damenriege den schönen Marktflecken Innichen oder San Candido. Die Stiftskirche und der anschließende Friedhof sowie ein schlendern über die Einkaufsstraße gehörten zum Programm bevor es zum verdienten Einkehrschwung kam.

Am 5. Tag (30.08.19) stand unsere Königstour auf dem Wanderprogramm: Wandern um das Wahrzeichen der Südtiroler Dolomiten die drei Zinnen. Da wir nicht die einzigen waren die dieses Ziel anpeilten, wählten wir die komfortable Variante um zum Einstieg (Auronzohütte) zu gelangen, wir buchten den Shuttlebus der vor unserer Haustüre am Kreuzbergpass losfuhr. An der Auronzohütte angekommen führte uns unser Weg über die Lavaredohütte und über den Paternsattel zur Dreizinnenhütte. Hier angekommen, mussten wir uns doch wundern, trotz der relativ vielen Wanderer, eine Sitzplatz in erster Reihe bekommen zu haben. Entsprechend genossen wir diesen Vorteil bei zünftigen Getränken und traumhafter Aussicht auf die drei Zinnen. Der weitere Weg führte uns um die drei Zinnen herum mit einer weiteren Einkehr in die urige Langalm. Auch hier Erholung pur bei göttlicher Aussicht. Auf der Rückfahrt mit dem öffentlichen Bus mussten wir auf jeglichen Komfort verzichten, so nach dem Motto „lieber schlecht gefahren als gut gelaufen“.
Erikas Damenriga wanderte bis zur Lavaredohütte kehrte dort ein und wanderte gemütlich wieder zu Auronzohütte zurück.

Am 6. Tag (31.8.19) führte uns unsere Wanderung über den Innenfeldtal – Höhenweg ins Innerfeld zur Dreischusterhütte. Der Aufstieg erfolgte mit dem Sessellift auf den Haunold und dann über einen traumhaften Steig ins Innerfeldtal. Dort angekommen genossen wir die Einkehr in die Dreischusterhütte, wiedermal bei einer leckeren Jause mit entsprechenden Getränken, Was wohl? Ein frisch gezapftes Bier und einen Enzian durfte nicht fehlen.
Erikas Truppe wählte den Weg von der Haunoldhütte hinab ins Hochpustertal bis nach Innichen. (300m im Abstieg).

Am 7. Tag (01.09.19) besuchten wir den schönsten Dolomitensee Südtirols, den Pragser Wildsee. Auch hier hat man es mit einem Anziehungsmagnet zu tun, aber es war auszuhalten, noch dazu wo wir nach Umrundung des Sees diesen verließen um die Grünwald Alm anzusteuern. Ein See wie im Bilderbuch , in jedem Bildband über Südtirol ist ein Bild von ihm zu bewundern. Inmitten einer freilaufenden Kuh Herde mit Stieren durchmischt und mit mächtigen Hörnern bewaffnet kehrten wir in die Grünwaldalm ein. Nach diesem entspannten Einkehrschwung bahnten wir uns einen Weg durch die freilaufende Kuh Herde, wobei einig den Hörnern der Stiere ausweichen mussten (ohne Witz). Unbeschadet erreichten wir „das andere Ufer“ und konnten nun in Ruhe zurück zum Pragser Wildsee wandern.

Erikas Wanderinnen wählten den kürzeren Weg am See und kehrten dann am Hotel Pragser Wildsee ein.

Am 8. Tag (02.09.19), unserem letzten Wandertag, wählten wir die Route auf einem interessanten Steig, vom Hotel aus beginnend, zur Rotwandwiesen. Da an diesem Morgen das Wetter neblig begann und eine mystische Stimmung zauberte, hatte diese Tour einen ganz besonderen Reiz. Durch Nebelfetzen wandernd staunten wir über das sich ständig änderte Bild der Berge. Wäre jetzt ein Yeti aufgetaucht hätten wir diese Erscheinung für echt gehalten. Ein bezaubernder Steig den wir noch lange in Erinnerung behalten werden.
Erikas Wanderteam fuhr mit der Gondel auf die Rotwand und wanderte auf einem schönen Weg zurück zum Kreuzbergpass bis zum Hotel.

Am Abend gemütliches Beisammensein mit dem allseits bekannten Erika – Lothar Wanderpreisrätsel, wo alle ihr gesammeltes Wissen präsentieren konnten. Ein gelungene Wanderreise mit einer sehr kooperativen und harmonischen Hirschwanderfamilie“ ging zu Ende.
Wir sagen allen Wanderinnen und Wanderen der „Hirschwanderfamilie“ des Eifelvereins Köln und Berlin ein herzliches Dankeschön und bis bald mal wieder.

Erika und Lothar Hirsch