Schäferhütte 03.10.20 4Wiedereinstieg in die Wanderszene nach überstandener Herz - und Bein - OP Erikas und bestehender Pandemie (Covid 19) am 03.10.20

Lange haben wir uns auf diesen Augenblick gefreut, endlich wieder raus und mit Freunden in der Natur unterwegs sein.

Unserem "Lockruf" sind 25 Hirschwanderfamilien" Kenner gefolgt. Ein paar konnten nicht, weil sie kurzfristig verhindert waren, aber 20 hoch motivierte Wanderer (18 Damen und zwei Herren) kamen zum Treffpunkt am Hbf Köln Breslauer Platz Apotheke. Die Freude war groß, sich nach über einem halben Jahr wiederzusehen. Die Freude konnte aber nur an den Augen abgelesen werden, da alle gemäß den AHA Regeln Masken trugen.
Erika war natürlich mit im Boot, sprich per Rollstuhl integriert, was ohne Probleme zu handeln war. Am Ziel in Bad Breisig angekommen, starteten wir musikalisch in den Wandertag. Lothar begrüßte die Hirschwanderfamiie und motivierte die "Hirschis", wie die Berliner Wanderfreunde uns nennen, die heutigen Herausforderungen locker anzugehen.
Der "Chef" erzählte viel Aufbauendes, vergaß aber unseren Motivationsspruch zu zelebrieren, was sich später rächen sollte.
Alles lief nach "Plan". Erika begleitete uns per Rollstuhl,   immer von mir und anderen "Hirschis" geschoben 1/3 des Weges. Dann wurde sie persönlich vorm Chef der Schäferhütte per Jeep abgeholt und sicher zur Schäferhütte gefahren.
Ich, Loddar, wanderte mit der Gruppe weiter auf unserem Rundweg zur Schäferhütte. Alles lief wie "am Schnürchen" bis ich feststellte, dass ich mich doch tatsächlich verlaufen hatte. Wauh, das ist mir schon lange nicht mehr passiert. Aber was sollte ich machen? Es fing nun auch noch zu regnen an, wunderbar. Also erinnerte ich mich an meine Pfadfinderzeit  und an eine der Tugenden, die ich da gelernt habe, nie aufzugeben und nach Lösungen zu suchen. Mithilfe meines "angeborenen" Orientierungssinn und "des großen Geistes" fand ich einen anderen Weg zum Ziel, der war zwar etwas anspruchsvoller als ausgeschrieben, aber ich wusste, dass meine Gruppe zu allem fähig ist, was sich dann auch bewahrheitete.
Nass bis auf die Haut, aber zufrieden eine außergewöhnliche Leistung  geschafft zu haben, erreichten wir rechtzeitig vor Beginn des musikalischen Nachmittags unser Ziel, die Schäferhütte.
Hier verbrachten wir zwei entspannte Stunden bei gutem Essen, Erbsensuppe, Kaiserschmarn, Zwiebelkuchen und Süßem und guter Unterhaltung und das bei schöner Musik für unsere junggebliebene Hirschwanderfamilie.
Der Abstieg verlief reibungslos und wir erreichten unser Ziel, den Bahnhof Bad Breisig, fast rrechtzeitg, d.h. wir sahen noch die Schlusslichter des letzten Wagens, aber die halbe StundeWartezeit  machte das "Kraut auch nicht fett", wir hatten uns noch viel zu erzählen.

Erika und Lothar Hirsch (Wanderführerin/er)     

P.S Mittlererweile weiß ich warum ich mich verlaufen habe:
Beim "Morgengebet", das an die Hirschwanderfamile gerichtet ist, habe ich vergessen, den großen Geist mit einzubeziehen, was natürlich unverzeihlich ist. 
"Steh` aufrecht wie die Bäume, sei stark wie die Berge, 
behalte die Sonne im Herzen, dann ist der große Geist immer bei dir!"